Damit ein Kaminofen effizient heizt, sicher ist und lange hält, braucht er regelmäßige Pflege. Hier sind die wesentlichen Aspekte, in einfacher Erklärung:
1. Asche regelmäßig beseitigen
Die Asche sollte etwa alle 2–5 Heizvorgänge (abhängig von der Nutzung) entfernt werden.
Halte immer eine dünne Schicht drin – sie unterstützt das Entzünden.
Entsorgung nur von kalter Asche (Brandgefahr!).
2. Sichtscheibe putzen
Ruß lagert sich rasch an, vor allem bei unpassendem Brennstoff oder unzureichender Belüftung.
Säuberung: Mit speziellem Kamin-Glasreiniger oder mit einem nassen Lappen und etwas Asche (Hausmittel).
WICHTIG: Nur reinigen, wenn der Ofen kalt ist.
3. Zufuhr von Luft korrekt einstellen
Zu geringe Luftzufuhr → erhöhter Rußanteil und mangelhafte Verbrennung
Übermäßige Luftzufuhr → Holz verbrennt rasch
-> Ziel: gemäßigte, helle Flamme ohne heftiges Rauchen
4. Passendes Brennholz nutzen
Holz muss trocken sein (Restfeuchte < 20 %).
Geeignet sind:
Buche
Eiche
Birke
Kein Holz, das behandelt wurde, oder Müll verbrennen!
5. Ofen von innen säubern
Entferne regelmäßig Ruß und Ablagerungen im Brennraum. Schamottesteine (innen) nur behutsam säubern – nicht beschädigen.
6. Dichtungen prüfen
Dichtungen der Tür kontrollieren:
Sollten sie hart oder porös sein → ersetzen
-> Testmethode: Ein Blatt Papier einklemmen – lässt es sich leicht herausziehen, ist die Dichtung nicht mehr dicht.
7. Vergessen Sie nicht, den Schornsteinfeger zu berücksichtigen.
In Deutschland vorgeschrieben:
Der Schornsteinfeger führt regelmäßige Kontrollen und Reinigungen durch.
-> Er kontrolliert:
Abgaswege
Sicherheit
Emissionswerte
8. Sicherheit beachten
Keine entzündbaren Objekte in der Nähe des Ofens platzieren.
Rauchmelder im Raum anbringen.
Heizen Sie niemals mit offener Tür.
9. Jährliche Instandhaltung
Mindestens einmal jährlich:
Ofen sorgfältig putzen und Rauchrohre kontrollieren (falls nötig, reinigen).