Damit dein Kaminofen effizient heizt, wenig Rauch erzeugt und sauber bleibt, ist es entscheidend, dass das Brennholz richtig gelagert wird. Hier die wesentlichen Punkte:


1. Holz korrekt trocknen (von großer Bedeutung)

Frisch geschlagenes Holz weist häufig einen Feuchtigkeitsgehalt von 40–60 % auf. Für den
Kamin sollte es auf unter 20 % getrocknet werden.

Lagerzeit:
Weichholz (wie Fichte): etwa 1 Jahr
Hartholz (wie Buche, Eiche): 1,5–2 Jahre
-> Je trockener das Holz ist, desto besser brennt es und desto höher ist der Heizwert.


2. Der geeignete Lagerplatz

Draußen lagern, nicht im Keller (Schimmelrisiko)
Sonnig und luftig (Wind beschleunigt das Trocknen)

Optimal: Südseite eines Hauses

-> Gut passend sind:
Holzunterstand mit Dach
Offener Schuppen
Hauswand mit Überdachung


3. Luftzirkulation gewährleisten

Holz lockerer Stapel bilden, nicht zusammenquetschen
Zwischenräume frei lassen, damit Luft zirkulieren kann
Stapel nicht vollständig einwickeln (keine luftdichte Plane!)


4. Vor Regen schützen – aber richtig machen

Ausschließlich von oben abdecken (etwa mit einem Dach oder einer Plane)
Seiten frei lassen, um das Entweichen von Feuchtigkeit zu ermöglichen
Kein Kontakt zum Boden (Palette oder Kanthölzer darunter!)


5. Richtig stapeln

Holzstücke so gleichmäßig wie möglich aufschichten
Rinde bestenfalls nach unten oder nach außen
Stabil lagern (Risiko von Sturzunfällen vermeiden)


6. Lagerung innerhalb des Hauses

Nur geringe Mengen ins Haus bringen (für einige Tage)
-> Auf diese Weise verhinderst du: 
    Schädlinge
    übermäßige Luftfeuchtigkeit


7. Wie erkennt man gutes Brennholz?

Erzeugt einen hohlen und hellen Klang, wenn zwei Stücke Holz aufeinanderprallen
Risse an den Endflächen
Geringes Gewicht
Optional: Gerät zur Erfassung von Feuchtigkeit (<20 %)


!!!  Häufige Fehler  !!!

Frisch verbranntes Holz → viel Rauch, geringe Wärme
Holz in Innenräumen trocknen → Schimmelbildung
Vollständig in Plastik einpacken → Holz „schwitzt“