Das Energieeffizienzlabel für Kaminöfen (vergleichbar mit dem bei Kühlschränken oder Waschmaschinen) weist darauf hin, wie effizient ein Ofen Brennstoff verarbeitet und wie viel von ihm nutzbare Wärme erzeugt wird. Es hilft also dabei, die Sparsamkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit eines Kaminofens zu bewerten. 

Das Etikett enthält mehrere wesentliche Angaben:

1. Energieeffizienzklasse (A++ bis G)

* A++ / A+ → sehr wirksam, zeitgemäßer Ofen
* A → zufriedenstellende Effizienz
* B–G → merklich geringere Effizienz

Diese Energieeffizienzklasse gründet sich insbesondere auf dem Wirkungsgrad des Ofens. Der Wirkungsgrad moderner Kaminöfen liegt häufig bei 75–85 % oder darüber.

Beispiel:
* Wirkungsgrad von 80%: 80% der im Holz enthaltenen Energie wird zu Wärme im Raum und 20% gehen durch Abgase verloren


2. Nennwärmeleistung (kW)

Sie zeigt auf, welche Heizleistung der Ofen liefern kann.
* 5 kW → kleine Räume / gut isolierte Wohnungen
* 7–8 kW → durchschnittliche Wohnzimmer
* 10 kW+ → große Räume oder offene Wohnzonen


3. Wirkungsgrad (%)

Zeigt an, wie effektiv der Ofen arbeitet.

Charakteristische Werte:
* herkömmliche Öfen: 60–70 %
* moderne Öfen: 75–85 %


4. Art des Brennstoffs

Das Label weist zudem darauf hin, für welchen Brennstoff der Ofen vorgesehen ist:
* Scheitholz
* Holzbriketts
* je nach Ofen auch Pellets möglich


5. Umweltinformationen (indirekt)

Ein Ofen, der effizient arbeitet, bedeutet meist:
* reduzierter Holzverbrauch
* niedrigere Feinstaub- und CO-Emissionen

In Deutschland müssen neue Öfen die Grenzwerte der ECO-Design 2022 erfüllen.

Kurz gesagt: Das Energieeffizienzlabel bietet einen Blick auf folgende Informationen:
* wie ökonomisch der Ofen heizt
* wie hochwarmgebende Kraft er hat
* wie zeitgemäß und wirksam die Technik ist

→ Ein Ofen mit A+ oder besser hat in der Regel einen deutlich geringeren Holzverbrauch und eine geringere Umweltbelastung.