-Speckstein

Speckstein bietet aufgrund seiner materiellen Eigenschaften die idealen Voraussetzungen für einen vielfältigen Einsatz im
Kamin- und Ofenbau. Speckstein kommt in unterschiedlichen, natürlich vorgegebenen Arten zum Einsatz. Die natürlichen Arten des Specksteins unterscheiden sich aufgrund ihrer Qualitäten und Optik. Bestimmte Sorten zeichnen sich durch ihre Kratzfestigkeit aus, denn dieser Stein ist relativ weich und leicht ritzbar. Speckstein aus Finnland und Brasilien zeichnet sich durch besondere Robustheit und Härte aus, die einen besonderen Schutz gegen oberflächliche Kratzer bieten.

Aufgrund der unterschiedlichen Optik der Sorten lassen sich diese an den Stil der Wohnungseinrichtung gezielt anpassen. Die Farbfacetten beim Speckstein bieten eine große Vielfalt und sind stets ein Blickfang.
Speckstein-Kamine
gibt es in braunen, bläulichen und schwarzen Farbtönen. Sorten, die für den Kaminbau eingesetzt werden, sollten eine möglichst hohe Wärmespeicherkapazität haben. So ist gewährleistet, dass die Abstrahlung der Wärme vom Kamin lange anhält und gleichmäßig erfolgt. Dadurch wird die Behaglichkeit im Wohnraum über Stunden gesichert, die zur Entspannung genutzt werden kann.

Ohne Speicherelemente ist immer wieder Brennmaterial nachzulegen, wie beim Schwedenofen, der recht einfach gebaut ist und die Wärme direkt an die Raumluft abgibt. Bei einem Ofen aus Speckstein erwärmt sich zunächst das Material, heizt dieses auf und gibt die Wärme dann über viele Stunden kontinuierlich ab. Oft reicht das einmal aufgelegte Brennmaterial für die Erzeugung einer behaglichen Wärme für den ganzen Tag, eventuell auch mehr als 24 Stunden. Wer also nicht ständig neues Brennmaterial auflegen will, sollte die Anschaffung eines Kaminofens mit Speicherelementen aus Speckstein in Betracht ziehen.


- Speicherfähigkeit

Die Speicherfähigkeit bestimmt die Wärmeabgabe beim Kaminofen und den Zeitraum und die Art, wie die Wärme in den Raum abgeben wird. Die Speicherfähigkeit des Ofens ist wichtig für das Entstehen und den Erhalt einer Wohlfühlatmosphäre im Wohnbereich. Durch gleichmäßige Abgabe von Wärme entsteht je nach Modell des Kaminofens ein behagliches Klima.

Kaminöfen gibt es mit und ohne Speicherelementen. Ohne Speicherelemente werden Öfen extrem schnell heiß und große Mengen an Wärme werden schnell im Raum freigesetzt. Entsprechend schnell kommt es zur Auskühlung des Ofens sowie des Raumes, sofern nicht immer wieder Brennmaterial aufgelegt wird, um die Umgebungstemperatur zu halten.

Speicherelemente bewirken eine gleichmäßigere Temperaturabgabe und sollten vor allem in gut isolierten Raumeinheiten zum Einsatz kommen. Aufgrund der schwierigen Regelung der Temperatur in gut isolierten Räumen sollten hier keine Öfen ohne Speicherelemente eingesetzt werden.

Speicherelemente bestehen aus Gesteinen oder Keramikkacheln. Geeignet als Speicherelement sind vulkanischer Basalt, Granit, Speckstein und Sandstein. Wichtig ist hierbei, dass die eingesetzten Stoffe eine möglichst niedrige Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) besitzen. Keramik besitzt eine Wärmeleitfähigkeit um 2; Stahl hat dagegen eine Wärmeleitfähigkeit von 50.

Die Größe der Speicherelemente wird durch die tägliche Nutzungsdauer des Ofens bestimmt und hängt vor allem von der mit dem
Ofen insgesamt erzeugten Wärmemenge ab.
Eine gleichmäßige Abstrahlung der erzeugten Wärmemenge kann nur durch gut dimensionierte Speicherelelemente erfolgen. Je größer die Speicherelemente dimensioniert sind, desto größer ist auch deren Wärmekapazität, d.h. die Wärmemenge, die in den Speicherelementen zwischengelagert wird und zu einem späteren Zeitpunkt und für einen langen Zeitraum für wohlige Wärme in den Räumen sorgt.