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2. Feuerstätten im Überblick

Ein Kamin erscheint für viele Menschen unerschwinglich, doch gibt es sehr viele Modelle und Typen, die keine Kachelöfen sind und aus diesem Grund in jedes Zuhause passen. Sie verfügen entweder über eine offene oder geschlossene Feuerstelle, sind in die Wand gebaut oder stehen frei im Raum. Vor der Anschaffung eines Kamines sollte also überlegt werden, ob sich ein Heizkamin, der fest in die Wand integriert ist, oder ein Kaminofen lohnt. Letztere sind äußerst flexibel und strahlen ein besonderes Flair aus.

Einen entscheidenden Unterschied bieten geschlossene Feuerstellen. Durch die Tür wird mehr Wärme erzeugt und der Raum kann besser beheizt werden. Der Kamineffekt wird bei geschlossenen Feuerstellen verstärkt, was eine höhere Leistung bringt. Prinzip dieses Effekts ist die Tatsache, dass die Flamme kalte Luft aufnimmt. Feuer ernährt sich sozusagen von Sauerstoff und nachdem die Flamme geatmet hat, gibt sie die Wärme an den Raum ab. Ein geschlossenes System wirkt effizienter als ein offener Kamin, der übermäßig Energie verliert. Aus diesem Grund werden offene Feuerstellen auch zur Atmosphäre genutzt und nicht zum Beheizen, wogegen die geschlossene Feuerstätte wie eine Heizung wirkt, da die Luft im Feuer zirkuliert. Dabei lassen sich Öfen und Kamine nicht mehr nur mit reinen Holzstücken befeuern, sondern auch mit sogenannten Pellets. Dieser Brennstoff besteht aus gepresstem Holz oder Sägespännen, die handlich sind und nicht vorher geschlagen werden müssen. Pelletöfen werden immer populärer und mit ihnen kann eine Beheizung während des kompletten Jahres erfolgen, da die Pellets automatisiert in den Brennraum gegeben werden.

Zu den unerschwinglichsten Öfen zählen die beliebten Kachelöfen. Diese sind rein aus mineralischen Stoffen erbaut und müssen vor dem Einbau von einem Architekten oder Kaminbauer designt werden. Die Kacheln leiten die Wärme sehr gut weiter, doch sind die Anschaffungskosten sehr hoch. Eine weitere Variante stellen die Specksteinöfen dar, die aus wärmespeichernden Specksteinen gebaut werden. Neben der typischen Befeuerung gibt es auch Ethanolöfen, die durch das Gas Ethanol eine Verbrennung auslösen. Dabei wird auch Wärme produziert und bei guter Technik wird eine schöne Flamme erzeugt, die eine behagliche Atmosphäre verspricht. Bei den Elektroöfen wird durch Lichter eine Flamme und Glut erzeugt, die täuschend echt wirken. Manche Modelle sind mit einem Heizstrahler ausgerüstet, der zusätzlich zum Effekt Wärme erzeugt.

Die Auswahl ist groß und so sollte als Verbraucher klar sein, welches Modell am besten in die eigenen vier Wände passt. Dabei ist die Wärmeleistung kein Hindernis, eher die Frage nach dem Design.


2.1. Heizkamine



Heizkamine sind die klassischen Modelle, die in eine oder mehrere Wände fest verbaut werden. Eine selbstschließende Tür ist zum Schutz vor ausbrechenden Feuer und als Wärmespeicher vorhanden. Das feuerfeste Glas hält sehr hohe Temperaturen aus und lässt die Wärme im Brennraum und ermöglicht eine zweiteilige Wärmeabgabe. Geschlossene Kamine nutzen nämlich zwei Arten zur Erzeugung von Wärme. Durch das Verbrennen der Rohstoffe wird ein Feuer erzeugt, dessen Wärme vom Brennraum in das Zimmer übergeht. Gleichzeitig wird die kalte Luft verbraucht, in Wärme umgewandelt und durch das Abzugsrohr gegeben. Dieser Effekt wird als Konvektion bezeichnet. Somit wird an zwei verschiedenen Stellen Wärme erzeugt, die dann den Menschen wärmt und gleichzeig ist sind die Flammen ein romantischer Anblick. Aufgrund der Innenverkleidung durch Schamott wird auch ein Teil von der erzeugten Wärme gespeichert, ähnlich wie bei Kachelöfen. Schamottensteine werden aus verschiedensten Materialien hergestellt, die alle feuerfeste Eigenschaften aufweisen. Ein bekanntes Material ist zum Beispiel Ton, der schon in der Antike zum Bau von Öfen genutzt wurde. Brennmaterialien für einen Heizkamin sind typischerweise Holz, aber auch Pellets und Briketts. Holz ist am populärsten, da es eine wunderschöne Flamme erzeugt und je nach Holz wird ein anderer Geruch beim Brennvorgang erzeugt.


2.2. Kaminöfen


Der auch unter dem Namen Schwedenofen bekannte Kaminofen ist eine günstige Variante der Einbauöfen, da sie industriell in Fabriken hergestellt werden. Somit wird kein Kaminbauer benötigt, der für die individuelle Arbeit bezahlt werden muss. Der Reichtum an Ideen ist bei Kaminöfen enorm, fast jedes Material kann für den Kamin genutzt werden. Beliebt ist seit einiger Zeit der Kamin aus Metall, wobei der Torso entweder aus Stahl oder Gusseisen gefertigt wird. Somit wird auf kürzeste Zeit sehr viel Wärme erzeugt, die auch an der Oberfläche des Kaminofens zu spüren ist. Das heißt, der Ofen wird sehr heiß und sollte vorsichtshalber während des Heizens nicht angefasst werden. Sie verfügen ebenfalls über eine Tür und das gleiche System wie Heizkamine, nur wird die Wärme aufgrund des freistehenden Kamins besser im Raum verteilt. Die Wärmeverteilung strahlt im Umkreis des Kamins aus. Die Qualität von Kaminöfen unterscheidet sich stark und je besser die Verarbeitung, desto weniger Energie geht verloren. Im Design sind Kaminöfen sehr vielseitig. Traditionell ist der Schwedenofen Naturstein oder ähnlichen Stoffen verkleidet. Um den Kaminofen platzieren zu können, wird ein nicht brennbarer Untergrund benötigt, der vor Asche, Feuer, Glut und Hitze schützt. Früher wurden hierfür Metall,- oder Glasbodenplatten benutzt, aber gerade bei Funkenschutzplatten aus Granit sind der Designvielfalt keine Grenzen mehr gesetzt.


Effizienz und eine bewegliche Feuerstelle, die mithilfe der Untergründe auch auf Teppich oder Parkett platziert werden kann, macht den Traum vieler Menschen von einer eigenen Feuerstelle wahr. Das Feuer in einem Schwedenofen bringt eine ganz eigene Atmosphäre mit sich, die durch das Design noch interessanter wirkt.

2.3. Offene Kamine

Den typischen Kamin stellt sich der Mensch offen und groß vor, entweder als Kachelofen oder aus anderen feuerfesten Schamottsteinen gefertigt. Um einen offen Kamin einbauen zu können, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein, denn durch die offene Flamme entsteht auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Damit die Flammen nicht in den Raum schlagen, müssen bestimmte Mindestabstände eingehalten werden und nicht jedes Zimmer eignet sich für den Einbau. Ein offener Kamin darf nicht für eine ständige Heizung genutzt werden, denn der Wirkungsgrad durch die offene Flamme ohne Tür beträgt nur 10-15 Prozent. Bei einem Raum mit 20 m² Grundfläche macht das eine Heizleistung von maximal drei Quadratmetern und rentiert sich auf Dauer nicht. Offene Kamine können nicht energiesparend heizen und auf Dauer belasten sie die Umwelt, da sie zu viel Sauerstoff verbrauchen. Ein offener Kamin darf nur sehr selten und zu bestimmten Anlässen genutzt werden. Hierbei wurde festgelegt, dass ein offener Kamin nur "gelegentlich" genutzt werden darf. Der Einbau einer solchen Feuerstätte ist nur zugelassen, sobald angrenzende Menschen nicht durch die Rauchentwicklung oder den Luftentzug gestört werden. Dicht bebaute Umgebungen sind daher ungeeignet für solche Kamine. Um eine schöne Flamme ohne starke Funkenbildung zu garantieren, darf nur bestimmtes Holz verwendet werden. Laubbäume besitzen eine andere Holzstruktur und bilden nur gering Funkenschlag. Holz von Nadelbäumen, wie das gern genutzte Fichtenholz, sollte unterlassen werden. Fertige Kaminkassetten können auch bei bautechnischen Schwierigkeiten genutzt werden, da sie über eine Feuertür und einen Wärmetauscher verfügen. Somit wird der Kamin effizienter und kann auch öfter genutzt werden. Es muss darauf geachtet werden, dass ein offener Kamin immer einen Schornstein aufgrund der enormen Rauchbildung benötigt. Kein weiterer Kamin oder Ofen darf daran angeschlossen werden. Ein offener Kamin ist vielleicht nicht für jeden geeignet, bietet dafür aber ein interessantes Flair im Raum, der dadurch an Stil und Gemütlichkeit zunimmt.

2.4. Pelletöfen



Pelletöfen stellen die Feuerholzöfen der Zukunft dar, denn durch die Technik präsentieren sie sich effizient und funktionell. Das Besondere an ihnen ist die Befeuerung mit Pellets, die aus Holzresten gewonnen werden. Diese Pellets sind sehr umweltfreundlich und so kann Holz genutzt werden, das nach der Produktion nicht mehr genutzt wird und verrotten würde. Pelletöfen sind auch unter dem Begriff Pelletheizung bekannt und stellen eine Nutzung der erneuerbaren Energien dar. Eine komplette Beheizung durch Pelletöfen kann im gesamten Haus einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreichen. Es ist zwischen einer Zentralheizung oder Einzelöfen zu unterscheiden. Einzelöfen sind der typische Pelletofen, der wie ein Kaminofen im Raum platziert wird und durch die spezielle Technik der Mechanik den Raum beheizen kann. Der Brennraum wird durch ein Art Förderband mit Pellets versorgt, die in einem Tank über dem Brennraum liegen. Die Brennstoffzufuhr und Regelung der Verbrennung werden von der Technik selbst geregelt. So werden nie zu viele der Pellets genutzt und die Energieeinsparung ist sehr hoch. Der Tank kann bei Einzelöfen bis zu 30 Liter fassen und die Ration kann mehrere Tage genutzt werden, bis er wieder aufgefüllt werden muss. Der Mechanismus, der die Pellets in den Brennraum befördert, wird Förderschnecke genannt, wie sie aus dem Bergbau bekannt sind. Die Schadstoffreduzierung ist bei dieser Heizungsart sehr hoch. Pelletöfen besitzen bestimmte Zusätze, die zum Beispiel die Reinigung leichter machen. Mit der Scheibenspülung wird durch eine Luftspülung Ruß und ähnliches von der Scheibe geblasen. Dadurch kann dieser sich nicht festsetzen und die Scheibe bleibt immer sauber. Manche Pelletöfen können auch Holzscheite zur Feuerung nutzen, was eine schönere Atmosphäre dieser zukunftsweisenden Systeme ermöglicht. Ein Pelletofen ist nicht mehr nur noch als energiesparendes System nutzbar, sondern auch ein Stilelement, das durch neue Designs auffällt und sich in jedem Raum gut präsentiert.


2.5. Herde



Die Geschichte der Herde geht bis auf die Römer zurück und wird, nach einer stillen Zeit, wieder populär und beliebt. Die typischen
Dauerbrandherde sind eine gute Möglichkeit um eine Energiequelle für mehrere Aktivitäten zu nutzen. Herde besitzen ein Kochfeld, entweder aus Ceran oder Stahl, und werden nur mit Feuer betrieben. Der Brennraum befindet sich direkt unter dem Kochfeld und beheizt so die Kochplatten. Bei der Entstehung der Wärme wird nicht nur eine Möglichkeit zum Kochen genutzt, bei wasserführenden Modellen ist auch der Anschluss an eine Zentralheizung möglich. Diese kann unterstützend wirken und spart somit während dem Kochen Energie. Die typischen Brennmaterialien sind Holz und Briketts, doch Pellets machen Herde mit traditioneller Befeuerung immer populärer und Menschen entscheiden sich öfter für einen Herd. Durch Pellets wird der Verbrauch dabei noch sparsamer und die erzeugte Wärme sorgt für eine angenehme Wärme während des Kochens. Dadurch, dass auch Wohnküchen immer populärer werden, können Herde als Heizung dienen und Gäste freuen sich bei einem Dinner immer über Wärme, die durch Holz erzeugt wird und über ein Feuer, das zwar durch die Klappe nicht gesehen werden kann, doch zielt ein Herd auf Funktionalität und nicht auf die Sicht der Flamme. Die gehobenen Varianten bieten auch diese Möglichkeit an, denn durch eine feuerfeste Glastür kann auch das Feuer betrachtet werden, das einen entspannten Abend zaubert.


2.6. Wasserführende Kamine

Eine bestimmte Art der Kamine stellen die wasserführenden Kamine dar. Diese völlig neue und zukunftsweisende Art der Nutzung eines Kamins beschreibt den Anschluss an ein Netz von Leitungen, die die Wärme des Feuers nutzen und diese im Haus oder der Wohnung verteilen.
Wasserführende Kamine
geben bei der Verbrennung nur einen Teil als Außenwärme ab und der Rest wird durch einen Wasserwärmetauscher entzogen und durch einen Puffer in das Zentralheizsystem weitergeführt. Dort kann die Wärme dann als Heizung für weitere Räume oder auch zur Bereitstellung von Warmwasser dienen. Die verschiedenen Varianten der wasserführenden Kamine ist vielfältig, wobei ein Kamin, der von Hand mit Holz befeuert wird, keine einheitliche Heizleistung gewähren kann. Dafür gibt es Pelletöfen, die an das Heizsystem angeschlossen werden. Diese Form von Kamin wird dann in die Wand integriert und das heutige Design lässt den Kamin wie ein Stück der Wand erscheinen. Eine Flamme lodert dabei ständig und bietet die nötige Wärme. Soll nicht geheizt werden, kann der Ofen einfach gestoppt werden. Falls weniger geheizt werden soll, kann das am Kamin eingestellt werden und die Pellets werden dann langsamer zugeführt. Der Vorteil einer solchen Anlage besteht in der Nachhaltigkeit und der geringeren Nutzung fossiler Brennstoffe. Eine solche Anlage ist eigentlich in jedem Haus möglich und kann speziell auf die jeweiligen Gegebenheiten der Architektur eingebaut werden. Aber nicht nur als komplette Heizanlage kann der wasserführende Kamin dienen, auch eine Teilnutzung ist möglich. Dabei kann zum Beispiel bei jeder Nutzung die erzeugte Wärme gespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Das macht das System so intuitiv und zukunftsorientiert. Für Designfreunde sind solche wasserführenden Kamine sehr zu empfehlen, denn sie gibt es in jeder Form und Größe und können nach einem Gespräch mit dem Kaminbauer auch personalisiert werden. Die Funktionalität und Vielfältigkeit der Nutzung ist hier sehr groß und bietet ein Heizsystem, das die Umwelt schützt.

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